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Chronik

Festzug zum Ziegelhof
Feuerwehrkapelle in Eichenwinden
Löschübung mit Tragkraftspritze

Die Freiwillige Feuerwehr Steinwand wurde im Jahre 1927 durch den damaligen Bürgermeister Aquilin Höhl (Eichenwinden) gegründet. Eine Hilfsfeuerwehr existierte allerdings schon seit dem Jahre 1880.

 

Zu den Gründungsmitgliedern der Freiwillige Feuerwehr zählten folgende Personen:

 

Ortsbrandmeister August Krenzer, dessen Stellvertreter Joseph Stüß, Obersteiger Friedrich Schmitt, die Steiger Joseph Krenzer, Wendelin Flügel, Heinrich Böhm, Pantaleon Mihm, Joseph Schenkel, Valentin Kern, der Spritzenmeister Joseph Schmitt und die Spritzenmannschaft bestehend aus Bernhard Bleuel, August Bleuel, Lorenz Zentgraf, Leo Halbleib, Anton Bleuel, Fabian Weber, Josef Krönung, Leo Höhl, Joseph Rausch, Emil Höhl, Ambrosius Fladung, Ludwig Gensler, Benno Müller, Phillipp Müller, Josef Müller, Hermann Schneider, Joseph Gensler, Ludwig Trabert, Magnus Hohmann und Joseph Ruppert.

 

Kaum jemandem dürfte heute noch bekannt sein, dass in den Anfängen neben der Einsatzgruppe auch eine eigene Feuerwehrkapelle existierte.

Seit ihrer Gründung symbolisiert die Freiwillige Feuerwehr Steinwand den Zusammenhalt und die Kameradschaft der damaligen selbstständigen Gemeinde und des heutigen Ortsteiles Steinwand.

 

Ausgestattet mit Handdruckspritze, ledernen Löscheimern und geringem technischen Gerät wurde anfangs der Dienst an der Einsatzstelle verrichtet. Nachfolgend kam ein Tragkraftspritzen-Anhänger (TSA), aus-

2 Kameraden bei Löschübungen
Aufspielen der Feuerwehrkapelle bei Aquilin Höhl anlässlich des Feuerwehrfestes am Ziegelhof
Einweihung der ersten Motorbetrieben Pumpe durch Pfarrer Albinger
Gruppenfoto 2015  vor dem Feuerwehrhaus Steinhecken
Kinder der Feuerwehrmitglieder ins selbst genähten Uniformen Anfang der 90er Jahre
Kindergrupee um 1990

gestatte mit einer Balcke TS 8, der von den Landwirten mit dem Traktor zum Einsatzort befördert werden musste. Mit einem Faun F26 wurde das erste selbstfahrende Löschfahrzeug der Wehr Steinwand 1967 in Dienst gestellt und im Jahre 1995 vom jetzigen Löschgruppenfahrzeug Iveco Magirus LF 8/6 abgelöst.

 

Direkt nach Gründung der Wehr fungierte diese unter dem Kommando des damaligen Brandmeisters August Krenzer (1927 - 1942). Im Laufe der Geschichte folgten ihm die Brandmeister Josef Mans (1942 - 1952), Karl-Antonius Römmelt (1952 - 1962) und die Wehrführer Hermann Krenzer (1962 - 1974), Hubert Krenzer (1974 - 1982), Hubert Grösch (1982 - 1994), Reinhold Stüß (1994 - 1997), Alfred Herget (1997 - 2003), Klaus Bleuel (2003 - 2009), Thomas Mans (2009 - 2016) und Andreas Hamm (2016 - heute).

 

In einem Schreiben vom 20. April 1934 ersuchte der Landrat des Kreises Fulda um Bericht des Gendarmeriewachtmeisters, ob die zur Wahl des Wehrführers bzw. dessen Stellvertreters vorgeschlagenen Personen unbestraft seien, ob diese zweifelsfrei Führungseigenschaften besäßen und ob sie im Sinne des nationalsozialistischen Staates als zuverlässig anzusehen seien. Hieran war bereits gut erkennbar, dass die Nationalsozialisten Deutschland regierten.

 

Die Leitung und Organisation des Feuerwehrvereins war ebenfalls eine wichtige Aufgabe des amtierenden Brandmeisters bzw. Wehrführers.

Löschgruppenfahrzeug Faun F 26
Feuerwehrgerätehaus Rauschelbach mit Löschfahrzeug Faun F 26
Feuerwehrhaus mit LF8-6

Mit Zunahme der Pflichten und Verantwortungen des Wehrführers wurde im Jahre 1994 erstmals das Amt des Vereinsvorsitzenden mit der Wahl von Egbert Flügel besetzt und von ihm bis in das Jahr 2011 begleitet. Andreas Hamm führte den Verein von 2012 – 2016 weiter, wobei diesem seit 2016 Thomas Ruppert vorsteht.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Steinwand setzt sich im Jahre 2017 aus der Einsatzabteilung mit 31 aktiven Einsatzkräften, der Jugendfeuerwehr mit 6 Jugendlichen, der Ehren- und Altersabteilung mit 13 Männern und dem Feuerwehrverein mit insgesamt 165 Vereinsmitgliedern zusammen.

 

Zu ihrem Aufgabengebiet gehören bis heute der allgemeine Brandschutz, die Brandbekämpfung und die Technische Hilfeleistung.

 

In den letzten zehn Jahren hatte die Freiwillige Feuerwehr Steinwand 31 Brandeinsätze und mit 60 Einsätzen der Technischen Hilfeleistung nahezu doppelt so viele Alarmierungen gegenüber der klassischen Brandbekämpfung zu verzeichnen.

 

An diesen Zahlen ist zu erkennen, dass sich im Wandel der Zeit das Tagesgeschäft immer mehr von Brandbekämpfung in Richtung Hilfeleistung orientiert. Auch die durch den Ortsteil auf ca. 6 Kilometer Länge verlaufende Bundestraße 458 und das dortige hohe Verkehrsaufkommen tragen hierzu bei.

 

Neben zahlreichen Übungen und Einsätzen wurden auch viele Stunden mit der Errichtung und Gestaltung von bereits zwei Unterkünften mit einem großen Teil an Eigenleistung zugebracht. Das Feuerwehrgerätehaus mit Trockenturm in der Rauschelbach wurde im Jahre 1953 errichtet. Der Neubau des Feuerwehrhauses mit Bürgerraum in Steinhecken fand in 2002 seinen Abschluss. Dieses wiederum wurde um Umkleideraum und Lagerraum mit Kühlzelle im Erdgeschoss und der Schaffung sanitärer Anlagen sowie einer geräumigen Küche im Dachgeschoss im Zuge der Dorferneuerung erweitert und im Jahre 2014 feierlich eingeweiht.

 

Natürlich wurde auch eine Vielzahl von Festen und Festzügen besucht an denen selbst die Kinder der Feuerwehrmitglieder teilnahmen. Ausgestattet mit Uniform und Mütze, die von Erika Grösch und Angelika Herget in mühevoller Handarbeit eigenhändig geschneidert wurden, sorgten die kleinen Feuerwehrmädels und -jungens stets für Aufsehen.

 

Unter Leitung des Wehrführers Hubert Grösch wurde am 15.11.1991 die Jugendfeuerwehr gegründet. Die 16 Gründungsmitglieder waren seinerzeit allesamt wohnhaft in Steinwand und sind nachfolgend genannt:

 

Sebastian Bittighofer, Markus Bleuel, Boris Bröse, Swen Gladel, Urban Goldbach, Andreas Hamm, Thomas Herget, Christian Mans, Bernd Schütz, Markus Schütz, Michael Schütz (+), Thomas Schütz, Andreas Wehner, Michael Wehner (+), Petra Wehner und Thomas Wehner.

 

Betreut wurden diese anfänglich durch Klaus Bleuel, Christoph Jestädt und Hubert Grösch (+ 2019). Klaus Bleuel war von der Gründung bis 1997 Jugendfeuerwehrwart. Ihm folgten Markus Bleuel (1997 – 2003) und Gerhard Fladung (2003 – 2017). Derzeit betreuen Pia Oswald und Johanna Trapp die jungen Brandschützer. Die Jugendfeuerwehr ist bis heute ein sicherer Garant dafür, dass die Jugendlichen schon mit einer sehr guten Ausbildung und Grundkenntnis bereits im Alter von 17 Jahren in die Einsatzabteilung übertreten können und somit die Mannschaftsstärke der Einsatzabteilung aufrecht gehalten wird. Darüber hinaus wird den Kindern und Jugendlichen im Flächenortsteil Steinwand mit dieser Einrichtung einmal wöchentlich eine sinnvolle und werthaltige Freizeitgestaltung geboten.

 

Von den heute 28 Mitgliedern der Einsatzabteilung durchliefen 23 Kameradinnen und Kameraden bereits die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr.

 

Am 01.09.2017 wurde die Arbeit in einer Kindergruppe aufgenommen. Hier stehen Gerhard Fladung, Kerstin Baier und Pia Oswald als Betreuer zur Verfügung und bereiten die 6-9-jährigen Kinder spielerisch und kindgerecht auf die Jugendfeuerwehr vor. Aus dem Stand heraus fanden sich 16 Kinder aus dem Ortsteil Steinwand zusammen und nutzen das monatliche Angebot dieser neuen Abteilung.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Steinwand feierte in 2017 ihr 90-jähriges Bestehen. Gleichzeitig beging die Jugendfeuerwehr Steinwand ihr 25-jähriges Gründungsfest.